Blog - Hundewissen
Januar 2026
Hundemantel - sinnvoll oder nur modisches Accessories ?
Im Winter stellt sich für viele Hundehalter die Frage, ob ein Hundemantel wirklich notwendig oder eher ein modisches Accessories ist.
Tatsächlich können Hundemäntel in der kalten Jahreszeit einen wichtigen Zweck erfüllen - insbesondere aus gesundheitlicher Sicht.
Nicht jeder Hund ist gleich gut gegen Kälte geschützt. Rassen mit kurzem Fell, wenig Unterwolle oder einem schlanken Körperbau verlieren Wärme deutlich schneller als dicht behaarte Hunde. Auch Welpen und ältere Hunde sind empfindlicher gegenüber niedrigen Temperaturen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Schutz vor Nässe und Wind. Besonders bei Regen, Schnee oder eisigem Wind kühlt der Hund schneller aus. Gesundheitliche Beschwerden können durch Kälte verschlimmert werden. Hunde mit Gelenkproblemen oder Muskelverspannungen reagieren häufig sensibel auf niedrige Temperaturen.
Der Hundemantel sollte gut sitzen, die Bewegungsfreiheit nicht einschränken und nicht scheuern.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Hundemäntel sind im Winter kein Luxus, sondern können für viele Hunde ein Schutzfaktor sein. Sie tragen dazu bei, die Gesundheit zu erhalten und den Hund auch bei Kälte, Wind und Nässe warm und sicher durch die kalte Jahreszeit zu begleiten.

Februar 2026
Halsband oder Brustgeschirr ?
Wir als Hundehalter machen uns früher oder später Gedanken darüber, ob wir ein Halsband oder ein Brustgeschirr bei unserem Hund verwenden.
Im Unterricht kommt auch oft die Frage auf, was denn ich empfehle.
In der Hundeerziehung und im Alltag hat sich die Verwendung eines Brustgeschirrs anstelle eines Halsbandes aus guten Gründen etabliert:
Ein zentraler Vorteil des Geschirrs liegt in der besseren Druckverteilung. Während ein Halsband den Zug der Leine bei einem nach vorne Stürmen des Hundes oder einem Leinenruck direkt auf den empfindlichen Halsbereich überträgt, verteilt ein gut sitzendes Geschirr die entstehende Kraft auf Brust, Schultern und Rücken. Dadurch werden empfindliche Körperteile wie Kehlkopf, Luftröhre, Halswirbelsäule und Schilddrüse geschont.
Auch aus orthopädischer Sicht ist ein Geschirr vorzuziehen. Verspannungen in der Halswirbelsäule des Hundes führen - das haben klinische Studien gezeigt- zur gleichen Symptomatik wie beim Menschen : Kopfschmerz, Schwindel und Schmerzen in der Wirbelsäule...
und unser Hund kann uns nicht mitteilen: "ich möchte heute nicht zum Hundeplatz, weil ich Kopfschmerzen habe..."
Darüber hinaus bietet ein Geschirr mehr Sicherheit im Alltag. Viele Modelle ermöglichen ein besseres Halten des Hundes, ohne ihm Schmerzen zuzufügen. Gerade bei ängstlichen oder unsicheren Hunden kann ein Geschirr helfen, Stress zu reduzieren.
Auch für Welpen im Wachstum ist ein Geschirr von großer Bedeutung. Zieht ein junger Hund stürmisch zu anderen Hunden und wird über einen Leinenruck reguliert, können leicht Fehlverknüpfungen entstehen:
" komisch- immer wenn ich Kontakt mit anderen Hunden möchte, tut es mir weh..."
Dadurch kann leicht eine negative Verknüpfung mit diesem Reiz entstehen und wir wundern uns irgendwann später, warum unser Hund keine anderen Hunde mag...
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Geschirr große Vorteile gegenüber einem Halsband hat:
Es schont empfindliche Körperbereiche, fördert eine gesunde und schonende Alltagsbegleitung und trägt zu mehr Sicherheit und Wohlbefinden im täglichen Zusammenleben von Mensch und Hund bei.

März 2026
Verschiedene Belohnungsarten für den Hund -und wie man sie sinnvoll einsetzt
Belohnungen sind ein zentraler Bestandteil der Hundeerziehung. Sie helfen dem Hund zu verstehen, welches Verhalten erwünscht ist, und stärken gleichzeitig die Bindung zwischen Mensch und Hund. Es gibt verschiedene Arten von Belohnungen, die jeweils unterschiedlich eingesetzt werden können:
1. Futterbelohnung
Futterbelohnungen gehören zu den effektivsten und meistgenutzten Belohnungen im Hundetraining. Viele Hunde sind sehr futtermotiviert, weshalb sich Leckerlies sehr gut eignen, um neue Übungen mit einem positiven Gefühl zu erlernen.
Wichtig dabei ist, kleine und gut abschluckbare Leckerlie zu verwenden, damit das Training nicht unterbrochen wird.
Außerdem sollte die Menge der Belohnungen bei der täglichen Futterration berücksichtigt werden.
2. Soziale Belohnung
Viele Hunde genießen es, gelobt oder gestreichelt (aber nicht über den Kopf !) zu werden.
Wichtig ist, dass das Lob ehrlich und unmittelbar nach dem gewünschten Verhalten erfolgt.
3. Spielbelohnung
Für spielbegeisterte Hunde ist gemeinsames Spielen eine sehr wertvolle Belohnung.
Ein kurzes Zerrspiel ohne die Erregung des Hundes enorm hoch zu pushen, kann besonders motivierend sein.
Das Spiel sollte daher kontrolliert stattfinden und nach kurzer Zeit wieder beendet werden, damit sich der Hund weiterhin kozentrieren kann.
4.Umweltbelohnung
Auch Dinge aus der Umgebung können als Belohnung genutzt werden. Für viele Hunde ist es zum Beispiel eine Belohnung, schnüffeln zu dürfen, ins Wasser zu gehen oder einer Hundespur nachgehen zu dürfen.
Hier lernt der Hund, dass gewünschtes Verhalten ihm Zugang zu interessanten Dingen verschafft.
Zusammengefasst heisst das, es gibt nicht nur die EINE tolle Belohnung für euren Hund - kombiert man mehrere verschiedene Belohnungen, steigert dies die Motivation des Hundes.
Passt die Belohnung zum Hund, zur Situation und zum Trainingsstand wird das Training für Hund als auch Mensch spannender.

